Er trat in den unterschiedlichsten Lebensbereichen mit eigenen Ideen hervor. Februar[1] 1861 in Nieder Kraliewitz, Königreich Ungarn, heute Kroatien;[2] † 30. Steiner konnte auch die noch unveröffentlichte Autobiographie Nietzsches, Ecce Homo, einsehen und durfte dem geistig umnachteten Denker bei einem Besuch am 22. [13] Nach einigen Monaten zog das Ehepaar in eine Mietwohnung im Hinterhaus der Motzstraße 17. Zudem ist eine Zerrüttung des Lebenswandels überliefert. Ob Weleda-Kosmetik, Mistel-Präparate oder Waldorfschulen: Die anthroposophischen Praxisfelder aus dem Geist Rudolf Steiners (1861 - 1925) haben Konjunktur. Steiners Leichnam wurde verbrannt. Er und andere kehrten von da ab der Theosophischen Gesellschaft Adyar den Rücken. Unter Anthroposophie verstehe ich eine wissenschaftliche Erforschung der geistigen Welt, welche die Einseitigkeiten einer bloße… 1907 empörte er sich über Annie Besants Behauptung, die Mahatmas wären am Totenbett von Blavatskys Nachfolger Henry Steel Olcott erschienen und hätten sie als Nachfolgerin bestimmt. So entstanden etwa 4500 stenografische Mitschriften,[37] die teils schon zu Steiners Lebzeiten, überwiegend aber erst nach seinem Tod in Buchform publiziert wurden und heute auch im Internet frei verfügbar sind. In Neuauflagen von Steiners bisherigen Werken wurde die Bezeichnung „Theosophie“ weitgehend durch „Anthroposophie“ oder „Geisteswissenschaft“ ersetzt. Nachdem der Holzbau in der Silvesternacht 1922/23 abgebrannt war (die zeitgenössische Presse vermutete Brandstiftung seitens militanter Steiner-Gegner), entwarf Steiner ein zweites, größeres Goetheanum aus Beton, das 1928, also erst nach seinem Tod, fertiggestellt wurde. Steiner wurde katholisch getauft. Februar der Geburtstag und auch als solcher in den Taufschein eingetragen. So Gerhard Wehr: ‘‘ Rudolf Steiner. Er begründete die Anthroposophie, eine spirituelle Weltanschauung, deren Inhalte nach Steiners eigener Darstellung zum großen Teil auf hellseherischen Einblicken in hinter unserer sinnlichen Welt erkennbare geistige Welten („die Höheren Welten“) beruhen und die an die anglo-indische Theosophie Blavatskys, das Rosenkreuzertum und die Gnosis anschließt. ): Zu den editorischen Problemen siehe Rudolf-Steiner-Archiv: Von 1908 bis 1913 hieß der Verlag »Philosophisch-Theosophischer Verlag«. Zu Rudolf Steiners Biographie. Rudolf Steiner wurde am 27. Als Jugendlicher las er nach eigenen Angaben Kants Kritik der reinen Vernunft.[5]. Auch später, in seiner theosophischen Phase, bezeichnete er Haeckels kämpferisches Eintreten für die Evolutionstheorie als „die bedeutendste Tat des deutschen Geisteslebens in der zweiten Hälfte des 19. Gerhard Wehr spricht von einem „Wandlungsgeschehen“ in Steiners Berliner Jahren und dass sich Steiner trotz Betonung der Kontinuität seiner geistigen Entwicklung des starken Wandels bewusst war. Oktober 1891 wurde er bei Heinrich von Stein mit der Bewertung „rite“ (ausreichend) zum Dr. phil. Diogenes, Zürich 1993, S. 132. – Das Standardwerk zur Biografie Rudolf Steiners jetzt als Taschenbuch in einem Band zum 150. Steiner besuchte von 1872 bis 1879 die Real- und … Rudolf Steiner: Deutsche Sektion der Theosophischen Gesellschaft, Freien Hochschule für Geisteswissenschaft, anthroposophisch orientierten Krankenhäuser, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, Zur Kritik an Steiner und der Anthroposophie, badische-zeitung.de, Nachrichten, Ausstellungen, 14. Leben, Erkenntnis, Kulturimpuls. [46] Die nächste Krise entstand, als einige Vertreter der TG – allen voran Charles Webster Leadbeater – den sechzehnjährigen Jiddu Krishnamurti im Jahre 1911 als kommenden Maitreya (Weltlehrer) propagierten und dieser in manchen Kreisen als „Reinkarnation Christi“ aufgefasst wurde. [67] [20], Seine monistische Erkenntnistheorie betrachtete Steiner aber nur als „Vorspiel“, als „philosophischen Unterbau“ einer radikal individualistischen Freiheitsphilosophie, mit welcher er eng an Friedrich Nietzsche und Max Stirner anschloss, die er in seiner Philosophie der Freiheit gleichwohl nicht erwähnte. Steiner hob Nietzsches „Übermenschen“ hervor, den er mit dem „Eigner“ Stirners identifizierte. Seit dem Jahr 2004, acht Jahre nach Ablauf der Urheberrechte,[104] geben die Rudolf Steiner Ausgaben eigene Publikationen aus dem Werk heraus, bis heute 68 2-Euro-Hefte (14 als Hör-CDs), 21 Taschenbücher und 53 Bände (Stand Dezember 2015). Eine solche wird erst nach Fertigstellung der jetzigen, als Lese- und Studienausgabe konzipierten, in Angriff genommen werden. Eduard von Hartmann jedoch schickte Steiner sein Leseexemplar zwar ausführlich kommentiert zurück, verzichtete aber auf eine Rezension. Zeitweilig war er auch Redakteur der in Wien erscheinenden Deutschen Wochenschrift. Seinen Lebensunterhalt bestritt er bis 1890 überwiegend als Erzieher und Hauslehrer der vier Söhne eines jüdischen Kaufmanns. Februar 1861 in Kraljevec im nördlichen Kroatien gegen die ungarische Grenze zu, doch seine Kindheit verbrachte er im Burgenland südlich von Wien. In dem halben Jahr bis zu seinem Tod verrichtete Steiner hier noch ein großes Arbeitspensum. [103] 1943 gründete Marie Steiner als Alleinerbin der Autorenrechte die Rudolf Steiner Nachlassverwaltung, Verein zur Verwaltung des literarischen und künstlerischen Nachlasses von Dr. Rudolf Steiner. Rudolf Steiner. Er konstatierte bei Steiner eine fehlende Kenntnis der nichteuklidischen Geometrie und bezeichnete die übersinnliche Erfahrung als Unsinn. Sein Werk umfasst neben zahlreichen geschriebenen Büchern Nachschriften von rund 6000 Vorträgen. Kurze Zeit arbeitete Steiner unter Elisabeth Förster-Nietzsche am Nachlass Nietzsches und war als Herausgeber der Werke im Gespräch. Seine Zuhörerschaft teilte sich in Anhänger und Gegner. Stichwörter zum Lebenslauf von Rudolf Steiner: Anthroposophie, Waldorfschule, Eurythmie. September 1924 gab Steiner seine Vortragstätigkeit auf und blieb in den sechs Monaten bis zu seinem Tod, in denen er nur noch eingeschränkt arbeitsfähig war, bettlägerig. Die BPjM entschied im September 2007, Steiners Werke nicht auf den Index zu setzen. Ernst Haeckel, der aus dem Umfeld Steiners um Vermittlung einer Stelle an der Universität Jena gebeten worden war, versagte jegliche Unterstützung. [40] Auch an anderer Stelle nahm Steiner wiederholt für sich in Anspruch, seine „Geistesforschung“ basiere auf einer angeborenen Fähigkeit zur Hellsichtigkeit. Mit dem Judentum habe Steiner sich nur am Rande auseinandergesetzt und sich dabei „im Spannungsfeld zwischen einem aufgeklärten, die Assimilation bedingungslos einfordernden Antijudaismus und der kirchenchristlichen Tradition soteriologisch untermauerter Judenfeindschaft“ bewegt. Diese Vorträge wurden gut aufgenommen, und Steiner konnte gleich anschließend mit einer Vortragsreihe über Die Mystik beginnen (26 Vorträge bis April 1901). hierzu den 1994 erschienenen Sonderband 4a der Gesamtausgabe. Die ersten von Steiner herausgegebenen Goethe-Bände wurden mit Wohlwollen aufgenommen und in manchen Rezensionen gelobt. Februar 1861 in Kraljevec (Königreich Ungarn) geboren. Zusammenfassung der Biographie: Rudolf Steiner begründete die Lehre der Anthroposophie und die Waldorfpädagogik. In diesem Sinn bezeichnete Steiner seine Weltanschauung auch als „Monismus“. Später kritisierte er das Werk beiläufig in einer Fußnote. Februar 1861 in Kraljevec (Königreich Ungarn) geboren. Die Gesamtausgabe der Werke Rudolf Steiners umfasst 354 Bände, von denen 340 erschienen sind. Februar. Jana Husmann-Kastein, Humboldt-Universität zu Berlin, und Andreas Lichte kamen als Gutachter zu dem Schluss, dass Steiners Werk „Thesen zur unterschiedlichen Wertigkeit von ‚Menschenrassen‘ enthalte“. Peter Heusser, Johannes Weinzirl (Hrsg. Die Werke seien geeignet, „Kinder und Jugendliche sozialethisch zu desorientieren, [da sie] Rassen diskriminierende Aussagen“ enthielten. Bei seinen Vorträgen füllte er zuletzt ganze Konzertsäle. Allerdings leugnet er den Glaubenscharakter dieser Aussagen und gibt sie als objektive, dem ‚okkulten Sehvermögen‘, dem ‚hellseherischen Bewusstsein‘, der ‚Geistesschau‘ (Geh S. 25) in ‚Meditation‘ und ‚Kontemplation‘ (Geh S. 18) und durch ‚Imagination, Inspiration und Intuition‘ (Geh S. 24) zugängliche Tatsachen aus.“ Steiner unterliege hier einem der erkenntnistheoretischen Grundfehler des modernen Okkultismus, da nicht zwischen Wahrnehmung und Deutung unterschieden werde. März 1913 die von Steiner geleitete deutsche Sektion formell auf. Hatte er Stirner anfangs als „den freiesten Denker“ bezeichnet, „den die neuzeitliche Menschheit hervorgebracht hat“, wurde er für ihn zu einem „furchtbar deutlich sprechenden Symbolum der untergehenden [bürgerlichen] Weltanschauung“. Anfang 1863 wurde er Stationsvorsteher in Pottschach, 1869 kam er nach Neudörfl, 1879 nach Inzersdorf, 1882 nach Brunn am Gebirge. Sein Elternhaus war freigeistig, der Vater, Johann Steiner (1829-1910), war Eisenbahnbeamter; seiner Mutter Franziska Steiner, geborener Blie (1834-1918), ist er stets i… Dies zeige sich etwa, wenn von „Geistes- oder Geheimwissenschaft“ und „hellseherischer Forschung“ die Rede sei. Rudolf Steiner und ein Großteil der deutschsprachigen Mitglieder der Theosophischen Gesellschaft empörten sich über diese Entwicklung in Adyar. Wilhelm Keilhau, in: Samtiden, 37. Schon zu Lebzeiten waren ihr aber auch – vor allem im Zusammenhang mit Briefen fraglicher Herkunft, die von indischen Meistern stammen sollten – betrügerische Machenschaften vorgeworfen worden. Steiners nachmalige zweite Ehefrau Marie von Sievers zog gleich mit ein, was Anna Eunike als Zumutung empfand. Intime Kenner des Werkes bemerken allerdings unrichtige oder einseitige Aussagen, die dann zu problematischen Urteilen … Dabei hätten seine Forderungen nach Assimilation der Juden und seine Darstellung jüdischen Lebens „Elemente eines ‚antisemitischen Codes‘ rechtsbürgerlicher sowie linksliberaler Kreise“ seiner Zeit enthalten. [35] Ihre Nachfolgerin in der Leitung der TG, Annie Besant, war vor allem dem Hinduismus zugewandt. Er sprach dem menschlichen „Wesenskern“, dem Ich, eine zentrale Bedeutung auf dem spirituellen Entwicklungsweg zu. Die Theosophische Gesellschaft (TG) war eine esoterische, teils als obskur geltende Vereinigung, in der sich global Menschen zusammenschlossen, die auf der Suche nach einem neuen spirituellen Weltbild waren. Das zeigt eine ganze Serie von Nachrufen, in denen auf die materielle Verbesserung von Steiners Lage nach seiner Hinwendung zur Theosophie Bezug genommen wurde. Eine ausführliche kritische Rezension überließ er seinem Schüler Arthur Drews. [82], Auch Franz Kafka bemühte sich darum, das Phänomen Steiner zu verstehen, konnte sich aber kein abschließendes Urteil über ihn bilden. Zur Biografie. [92], Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden vor allem Äußerungen Steiners zur Rassenfrage und zum Judentum kritisiert. Eine schriftliche Publikation der Vorträge war ursprünglich nicht vorgesehen; da aber bald unautorisierte Mitschriften kursierten, beauftragte man Stenografen mit der Aufzeichnung der Vorträge. Daneben besuchte er Lehrveranstaltungen in Philosophie, Literatur und Geschichte teils auch an der Wiener Universität, wo er, ohne gymnasiale Matura in Latein,[6] nur einen Gaststatus hatte.